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Pferde Treck nach Stuttgart
Danksagen:
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Wir haben wahrend unsere elf Tage unterwegs, sehr viele nette Menschen kennen gelernt. Zu viel hier alle aufzulisten.
Die Leute die hier genant sind, sind die sie uns besonders geholfen haben. Wir sagen vielen Dank und hoffen auf eine Wiedersehen.
Barbara & Jürgen Feistle-Kopold, Hegnenbach
Fa. Karl Häußler, Kutschfahrten, Hauptstr. 63, 89129 Öllingen
Gert & Nicole Czeschner, Reitstall Czeschner, 73345 Hohenstadt
Gasthof Sonne, Hauptstr. 29, 73345 Hohenstadt
Fa. Woisetschläger Wanderreitstation, Tiefenbachtal, Forststr. 16, 72622 Nürtingen
Lisa, Dirk & Niklas, Holzgerlingen
Gästehaus zur Säge, Sägeweg 77, 71263 Weil der Stadt
Reiterverein Nürtingen, Im Tiefenbachtal 47/1, 72622 Nürtingen
Hotel Vetter, Marienstr. 59, 72622 Nürtingen
Heinrich Schmitz, Heinrich Schmitz Painthorses, Gartenstr. 44, 73345 Hohenstadt
Und zu letzt eine größe Dankeschön an Frau Nadja Aswad von der Augsburger Allgemeine für die sehr schönen Artikel die Sie in Ihren Zeiten veröffentlicht hat und welche heir zu sehen ist.
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Tag 1 - Samstag den 22. Mai 2010 Gersthofen – Hegnenbach ca. 35 km
Gersthofen – Langweid – Achsheim – Affaltern – Emersacker - Hegnenbach
Anfang 09:50 Uhr. Ende 16:30 Uhr
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Heute war es zum ersten Mal seit viele Wochen HEIß! Vor zwei Tage hatten wir 10 Grad und jetzt
über 20 Grad.
Diese Strecke ist uns schon bekannt. Es gibt viel Asphalt und Schotterwege. Wir sind aber dementsprechend
gut vorangekommen. Die Pferde sind gut drauf. Die Hufschuhe sitzen jetzt, Dank Splinte für Niccos
hintere Epic Easyboots, sehr fest.
Ich habe festgestellt dass die Pferde nicht viel trinken wenn sie sehr warm und verschwitzt sind. Sie
warten bis sie etwas abgekühlt sind. Schlau.
Abends in Hegnenbach mit Barbara und Jürgen Feistle Kopold wo GB Bond und Nicco damals als kleine
Hengste aufgenommen wurden, war schön. Es ist immer schön sie zu besuchen und wir und die Pferde
sind immer willkommen. Geschlafen haben wir in Streitheim bei Mama und Josef.
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Tag 2 - Sonntag den 23. Mai 23 Mai 2010 Hegnenbach – Öllingen ca. 45 km
Hegnenbach - Fultenbach – Waldkirch – Mönstetten – Schnuttenbach – Offingen – Reisensburg –
Riedhausen – Niederstotzingen – Asselfingen - Öllingen
Anfang 10:00 Uhr. Ende 20:00 Uhr
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Scheiß Tag!
Wir waren zu spät, wir waren zu langsam und sind von unsere eigentlichen Weg ziemlich weit gekommen. Und, es war wieder heiß.
Wir haben es versucht soviel wie möglich, querfeldein zu reiten aber die meisten Wege mit Schotter, Teer und Asphalt sind einfach nicht geeignet. Ich werde in die Zukunft akzeptieren müssen dass die beste Wege sind halt manchmal die Straßen oder Fahrradwege wo man zumindest einen Grasrand findet wo man traben kann.
Als wir spät angekommen sind, sind wir von die Familie Häußler herzlich Willkommen geheißen. Sie haben sich viel Mühe gegeben und waren alle sehr hilfsbereit und freundlich. Wir haben uns später miteinander sehr gut unterhalten. Ich habe meine erste hausgemachte Most bekommen, welcher mir sehr gut geschmeckt hat. Sehr gut. Sogar Heike meinte nachher dass es ausgezeichnet war. In Öllingen gab es keine Zimmer (es gibt überhaupt keine Gastzimmer in Öllingen) und wir haben deshalb unsere Biwak aufgeschlagen und haben in Schlafsäcke geschlafen. Na, ja, wir wissen jetzt wie wir es in der Zukunft nicht machen sollen. Es war nachts kalt und feucht. Gut geschlafen haben wir nicht, sind aber am nächsten morgen in gute Stimmung aufgestanden. Herr Häußler hat uns eine Führung durch seinen Hof gegeben wo wir, unter anderen, seine zwei Schwarzwälder Füchse und zwei Friesen Hengste bewundert haben. Er fährt Kutsche und besitzt sehr schöne Hochzeitskutschen und Planwagen.
Ich musste leider feststellen dass GB eine Satteldruckstelle hat. Herr Häußler gab mir Melkfett drauf zu tun. Wir werden sehen ob es hilft. Ich werde auch den Sattel ein bisschen nach hinten setzen.
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Tag 3 - Montag den 24. Mai 2010
Öllingen – Hohenstadt ca. 40 km
Öllingen – Nerenstetten – Börslingen – Neenstetten – Weidenstetten – Ettlenschieß – Urspring – Reutti – Nellingen - Hohenstadt
Anfang 11:30 Uhr. Ende 20:00 Uhr
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Heute beim Hufschuh anziehen habe ich gesehen, eine Renegade hat ein leicht beschädigte Drahtseil, vermutlich Verschleiß. Es hält aber noch ein bisschen, also keine Sorge.
Nach Frühstück bei Fa. Häußler haben wir unsere Hab und Gut gepackt und sind los geritten mit der Absicht die beste Wege zu finden und zu gucken wie weit wir kommen. Keine Stress heute!
Es war schon wieder heiß und wir haben beide Sonnenbrand. Wir trinken einige Liter Wasser am Tag und lassen die Pferde auch grasen und trinken so oft wie möglich. Wir haben auch unsere Routine geändert in das wir laufen / führen durch die Städte und über Asphalt sodass wir jede Gelegenheit sonst zu traben ausnutzen können. Es ist sowieso schneller, die Pferde im Schritt zu f¨hren als zu reiten und die bleiben dabei auch fit und wir werden nicht steif. Allround gute Idee von Heike.
Wir sind in diese Art und Weise sehr gut vorangekommen und haben auch Spaß gehabt. Leider macht Nicco eine Phase von Widerstand und ist heute bockig gewesen. Es hat Heike manchmal genervt. Später, als wir auf einen engen Weg neben Bahngleis ritt, kam ein ICE von hinten und hat die Pferde erschreckt. Sie sind in Panik geraten. Ich meine nur, es war auch verdammt schnell, verdammt laut und nur drei Meter von der Weg entfernt. Wir konnten die Pferde aber schnell wieder unter Kontrolle bringen und sie beruhigen. Es gab keine Verletzungen oder Verlust und nach 20 Minuten war alles sowie es nie passierte.
Die Wege hier sind viel besser mit langen Wald- und Weidetrecken wo wir traben und sogar ein bisschen galoppieren können. Die Landschaft ist auch wunderschön. Hier macht es Spaß zu Trecken.
Wir sind müde aber in gute Stimmung in Hohenstadt angekommen wo Gert und Nicole Czeschner vom Reitstall Czeschner sich hervorragend um uns und unsere Pferde gekümmert hben. Wir haben eine riesigen Koppel bekommen und alles was Pferd braucht für nur 7,50 € pro Pferd. Einfach klasse.
Wir sind an Silke in die Gasthof Sonne überreicht worden, wo wir ausgezeichnetes Essen und Unterhaltung bekommen haben. die Zimmer war auch sehr komfortabel, dafür aber mit 70,00 € relativ teuer.
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Tag 4 - Dienstag den 25. Mai 2010
Hohenstadt – Nürtingen ca. 25 km
Hohenstadt – Niedlingen – Bissingen – Owen (Auen) – Nürtingen (durch den Tiefenbach Tal)
Anfang: 11.00. Ende 20.30 Uhr
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Wir haben in Hohenstadt ein klasse Vorzeigestall gefunden bei Fa. Czeshner wo wir Gert und Nicole kennen gelernt haben. Sehr nett und sehr professionell. Wir haben ein große Koppel bekommen mit Kraftfutter und alles was wir gebraucht haben für nur 7,50 € pro Pferd. Wir wollten eigentlich um 09:00 Uhr los reiten aber, wie immer, sind mit nette Leute und interessante Gespräche aufgehalten worden. Wir sind um 11:00 Uhr endlich weggekommen.
Den Weg nach Nürtingen hat uns durch Wiesensteig, Neidlingen, Ochsenwang, Bissingen und Owen (Auen) geführt. Dazu oben auf den Schwäbischen Alb mit 950 Höhenmeter. Da wir uns (eigentlich ich) verirrt haben ist der Kilometerzahl schwer festzustellen, aber ich schätze die gerittene Strecke mit 25 km. Leider meist Asphalt und sehr steil, und deshalb meist im Schritt oder sogar zur Fuß gelaufen.
Das Landschaft ist wunderschön. Viele Berge und Wald und wir sind vom 430 m bis 950 m rauf und runter. Zwischendurch haben wir einige Täler mit über 200 m Höhenunterschied durchqueren müssen. GB und Nicco habe eine tolle Leistung gebracht und sind trotzdem nicht ausgelastet.
Als Urlaubsgebiet ist die Schwäbische Alb gut geeignet. Wir haben es uns überlegt mit dem Anhänger hierhin zu fahren und eine Woche Sternritte zu machen. Es gibt vieles hier zu forschen.
Wir haben uns bei Alexandra und Franz Woisetwschläger in Nürtingen sehr spät gemeldet aber sie haben sich außerordentlich viel Mühe gegeben und uns einen Graskoppel und Unterkunft bei denen Zuhause besorgt. Alex und Franz sind sehr hilfsbereit und sehr freundlich und wir wünschen die Beiden viel Erfolg mit den Aufbau ihren Wanderreitstation. Wir haben uns bei Jupp von Room in seine Kneipe /Lounge 'Room5' gleich um die Ecke, sehr gut erholt mit lecker Bier und lustige Unterhaltung.
Ich habe heute festgestellt dass einer von GBs Hufschuhen (Renegade) an der Spitze so verschlissen ist, dass er bald ersetzt werden, dazu ist eine Drahtseil beschädigt und mindestens ein Klettverschlussriemen haftet nicht mehr richtig. Ich muss aber auch sagen das die Teile über 700 Kilometer hinter sich haben. Was ziemlich erstaunlich ist.
Wir haben vier harte Tage hinter uns. Heike und ich sind immer wieder überrascht wie gut es den Pferde geht. Die sind nachmittags ein bisschen schlapp aber sonst in super Form. Die sind etwas schlanker jetzt aber muskulös wie nie zuvor und haben unglaubliche Ausdauer. Menschen, selbst Pferdemenschen, unterschätzen Pferde.
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Tag 5 - Mittwoch den 26. Mai 2010
Nürtingen – Holzgerlingen ca. 30 km
Nürtingen – Oberensingen – Grötzingen – Aichtal – Aich – Neuenhaus – Waldenbuch – Schönaich - Holzgerlingen
Anfang 10:00 Uhr. Ende 18:00 Uhr
Wir sind ein bisschen früher los geritten heute, es wird von Tag zu Tag besser mit aufstehen, putzen, packen etc.
Die Pferde sind gut drauf, die Hufschuhe halten durch und Heike und ich sind auch in Form. Die Landschaft ist sehr schön hier, hügelig mit viel Wald und Wiesen. Leider gibt es kaum Graswege, nur Asphaltstraßen und Fahrradwege.
Was unverständlich ist, ist dass es einen Wander- / Fahrrad Weg gibt, welche der einzige ist vom Stadt zu Stadt ohne auf der Straße zu reiten, und dass dieser Weg für Pferde teilweise gesperrt ist. Es ist deshalb in Baden Württemberg, in Theorie, nicht möglich mit Pferd zu reisen. Allerdings, sieht man Spuren genug von Pferden um festzustellen mit wie viel Achtung dieses Gesetzt betrachtet wird.
Als Experiment ist diese Wanderritt bereits einen Erfolg. Wir haben, Mensch und Pferd, viel gelernt. Die Pferde versuchen es immer wieder umzudrehen; die wollen schließlich nach Hause, aber es ist nicht ernsthaft. Sie teilen ihr Kraft ein und nutzen jeden Gelegenheit zum fressen und trinken und dösen völlig aus. Damit kommen sie den Tag immer gut durch. Heike und ich haben gelernt; früher aufzustehen, schneller zu putzen und packen, und jede Gelegenheit zum traben auszunutzen. Wir haben auch gelernt dass Übernachtungsstationen im Voraus zu buchen weder nötig noch sinnvoll ist.
Es ist so. Erstens, wenn man einem bestimmte Ziel hat setzt man sich von Anfang an unter Strom und wird immer wieder frustriert, wenn es Probleme gibt. Zweitens, überall gibt es Bauern, Reitvereine oder Pferdefreunde wo man übernachten kann. Heute Abend haben wir einen absoluten Glückstreffer gehabt. Kurz vor dem Ortseingang Holzgerlingen haben wir entschieden hier einen Platz zu suchen. Da kam in dem Moment eine Frau auf ein Islander auf uns zu und ich fragte ob sie vielleicht einem Platz empfehlen konnte. Sie sagte ohne zu verzogen, "Ja, bei mir." Sie hieß Lisa Löhr. Lisa hat auf der Stelle den Vorsitzenden des Reitvereins per Handy angerufen und eine Graskoppel für die Pferde organisiert, und uns den Weg beschrieben. Nachdem wir die Pferde versorgt haben, sind wir mit Lisa und ihrem Mann Dirk zu deren Zuhause gefahren. Wir haben einen sehr schönen Abend mit ihnen gehabt und Heike und ich sind mit unserem Eindruck einig, dass wir neue Freunde gefunden haben.
Ein Renegaderiemen muss ausgetauscht werden, und ich binde die Regenmäntel auf meine Sattel in eine lange schmale Rolle anstatt eine kurze dicke Rolle. Es sitzt viel besser und wackelt nicht im Trab oder Galopp.
Nicco versucht seit zwei Tagen sich durchzusetzen indem er weigert sich am Wegrand zu laufen wo wir traben können. GB läuft auch lieber mitten auf dem Weg aber bei Nicco ist es ausgeprägt. Es macht Heike manchmal ziemlich sauer und eine Lösung haben wir noch nicht gefunden.
Und zu guten Letzt, haben wir auch gelernt die Pferde nie wieder morgens Hafer beziehungsweise Kraftfutter zu futtern. Es macht weder für Mensch noch Pferd Spaß, Stunden lang zu kämpfen ein langsamen ruhigen Tempo zu halten. Außerdem, sind die Pferde nervöser im Verkehr als mit ohne Hafer.
Und, solang sie gutes Gras satt haben und Abends genügend Kraftfutter, ist es vollkommen ausreichend für 30 bis 40 km am Tag.
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Tag 6 - Donnerstag den 27. Mai 2010
Holzgerlingen – Weil der Stadt ca. 30 km
Holzgerlingen – Ehningen – Aidlingen – Schafhausen – Weil der Stadt
Anfang 09:30 Uhr. Ankunft 15:00 Uhr
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Nach eine nette Frühstück mit Lisa sind wir (für uns) früh los geritten.
Eins stört mich immer noch zwischendurch – ich bringe es nicht fertig, Heikes Satteltaschen so zu befestigen dass sie nicht rutschen. Es ist nicht schlimm aber sieht nicht gut aus.
Wir haben zwei Sätze Versa Pack Satteltaschen und Horntaschen von Hamilton. Ein Satz haben wir bei 'Horse and Dog' gekauft, die aber in kurzem Zeit nicht mehr wasserdicht waren da die PU Beschichtung sich vom Textil gelöst hat. Die zweite Satz Taschen haben wir als Ersatz bekommen. Wir packen alles trotzdem in Müllbeutel und Ziplockbeutel – vorsichtshalber. Selbst wenn die Taschen nicht wasserdicht sind, sind sie das Beste was ich bisher gefunden habe. Sie sind geräumig, haben viele praktische Innentaschen und jeder Tasche ist abnehmbar und mit Riemen versehen dass sie als Rucksäcke getragen werden können. Leider hat Hamilton Konkurs angemeldet und stellt die Taschen nicht mehr her.
Irgendwo unterwegs gestern, waren wir beim Einkaufen als ein Mann uns angesprochen hat (wie so viele uns ansprechen). Er hat offenbar viele Ahnung vom Pferden und war fasziniert vom unserem Treck und unseren Erfahrungen. Er hat sich vorgestellt als Stephan Günther aus Waldenbuch – ein Sattelentwickler und Hersteller von baumlosen Sätteln. Als wir heute, noch 20 km weiter, am Sportzentrum in Holzgerlingen vorbeigeritten, haben wir ihm wieder gesehen. Es war irgendwie sehr überraschend.
Wie immer sind die Pferde in Top Form. Nur Nicco weigert sich immer noch am Grasrand zu bleiben. Ich wünsche es mir ich könnte Heike Rat geben, aber ich sehe selbe nicht was das Problem ist. Irgendwann werden wir darauf kommen. Man muss manchmal das Problem genügend Platz und Ruhe geben, seine eigene Lösung zu finden.
Nachdem Heike gestern einen Wanderweg Schild gesehen hat, 'Nürtingen – Weil der Stadt,' brauchen wir weder Kompass noch Landkarte mehr. Wir reiten jetzt etwas entspannter. Die Landschaft ist sehr schön mit viele Hügeln, Tälern und Wald. Der Wanderweg führt uns hauptsächlich über Asphalt oder Schotter aber es gibt immer wieder gemähten Grasrand oder Felder wo wir traben können, und wir haben es nicht eilig. Da es unter der Woche ist, gibt es kaum Leute unterwegs und wir können die Ruhe richtig genießen. Zum ersten Mal seit wir Ausritte machen können wir auch nebeneinander reiten ohne dass die Pferde sich gegenseitig aufhetzen, und damit können wir miteinander reden und unterhalten, was früher nicht möglich war. Allerdings reden wir nicht viel, sondern genießen einfach die Gesellschaft und das Dabeisein.
Ein paar Stunden vor Weil der Stadt haben wir ein Schild gesehen: gerade aus nach Weil der Stadt 12 km, der zeigt auf einem Asphaltweg (was sonnst?), Rechts zeigte der Schild nach Weil der Stadt nur 11 km über einem Grasweg. Sehr verlockend. Ich nahm der schönen Grasweg der leider nach ein paar hundert Meter sich in einem sehr steilen, felsigen, rutschigen und schmalen Aufstieg endete. War doch klar. GB hat Probleme damit aber mit seinem kleinen Hufe und meine Erfahrung kamen wir mühsam hoch. Heike und Nicco hinter uns hatten ein anderes Erlebnis als Nicco rutschte gleichseitig mit zwei Fuße weg und konnte sich erst nicht wieder fangen. Heike hat einen Schock gekriegt und wir müssten den Aufstieg abbrechen. Aber umdrehen und wieder runter ging nicht mehr. Zum Glück gab es gleich ein Waldweg (Asphalt natürlich) die wir nehmen konnte. Der hat uns in ein ganz andere Richtung geführt aber wir konnten später ein Hang runter reiten und nach ein halbe Stunde haben wir ein Schild gesehen: gerade aus nach Weil der Stadt 12 km und Rechts zeigte der Schild nach Weil der Stadt nur 11 km. Kommt es bekannt vor? Heike guckte den Schild an und fragte mich, 'Welche Weg möchtest Du nehmen Liebling?.' Ah ha, dachte ich, ich kenne schon diese Gesichtsausdruck, und zeigte brav auf dem Asphalt Weg. Schicksal.
Wir sind in Weil der Stadt ohne weitere Abenteuer gut angekommen und haben an Ortseingang zwei Frauen gefragt nach die Sägeweg wo wir übernachten wollten. Sie haben uns ein bisschen komisch angeschaut und erzählte das wir schon im Sägeweg waren.
Wir waren nach sechs Tage und ca. 205 Kilometer am Endziel.
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Tag 7 - Freitag den 28. Mai 2010
Weil der Stadt
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Unsere Freunde Dagmar Anja und Andrea haben für uns einen Zimmer in der Gästehaus zur Säge gebucht mit Koppel für die Pferde. Unser Zimmer zeigt auf die Koppel sodass wir GB und Nicco immer sehen können. Klasse.
Das Gästehaus ist einfach aber nett und sauber. Der Chef Ingo Dürr und seine Frau backen lecker Küchen! Das Bier ist auch gut und Ingo hat ein super Auswahl Schnaps. Wir sind hier gut aufgehoben!
Wir haben den Abend mit Anja und Dagmar verbracht und in einem Restaurant in Weil der Stadt Pizza gegessen. Ich glaube ich habe gestern ein oder zwei "Gipfelbier" zu viel getrunken und war ziemlich schnell müde. Heike auch.
Ich habe heute Ersatzriemen für Gbs Hufschuhe und Drähte für Niccos Schuhe bei Anja Jäckel (www.hufschuh-verleih.de) bestellt und hoffe dass das Paket kommt morgen.
Unsere Trecking Zaun funktioniert und ist leicht aufzustellen.Die Pferde sind wieder gut drauf und haben genug Gras. Also "Happy horses."
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Tag 8 - Samstag den 29. Mai 2010
Weil der Stadt
Heute sind wir mit Dagmar und Anja gefahren, ein "Problem" Pferd zu Judith Mauss (www.judith-mauss.de) zu bringen. Judith macht ein sehr kompetent Eindruck. Leider hat sie abgelehnt, dem Tier zu helfen und so fahren wir enttäuscht wieder zurück. Schade
Heute Abend fahren wir nach Gerlingen zur Grimmler Alm – ein Restaurant wie eine Berghütte gebaut und geschmückt.
Die Hufschuhe Ersatzteile sind um 10:30 Uhr angekommen und da ist alles dabei was ich brauche. Danke Anja Jäckel. Die schwierigste Aufgabe wird den Draht an Niccos Easyboot auszutauschen. Zum Glück hat Dagmars Mann ein Werkstatt wo ich bestimmt die benötigte Werkzeuge finden kann.
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Tag 9 - Sonntag den 30. Mai 2010
Weil der Stadt – Holzgerlingen ca. 30 km
Anfang 10:00 Uhr. Ankunft 14:00 Uhr
Sobald die Pferde gemerkt haben dass es nach Hause ging, was ungefähr zwei Schritte gedauert hat, wollten sie nur noch schnell laufen. Was letzte Woche fünfeinhalb Stunden gedauert hat, hat heute nur vier Stunden gedauert.
Das Wetter war ein bisschen nass heute und die Wege relative weich. Wir konnten viel mehr traben als letzte Woche. Gbs neue Hufschuhriemen sind teilweise zu lang und haben sein Huf ein bisschen gescheuert, aber es ist nicht schlimm.
Ich habe mit Manfred Schweizer, dem Vorsitzender des Reitvereins gesprochen und er hat uns einen Koppel genehmigt. Wir müssen jetzt nur ein paar Stunden warten bis Lisa und Dirk uns abholen. Es ist auch in Ordnung – da sind so viele nette Leute hier dass wir ständig Gesellschaft haben die wollen alles über die Pferde den Treck und unsere Ausrüstung wissen. Sie sind auch alle sehr hilfsbereit.
GB hat ein ganz kleine Scheuerstelle an der Krone hinten links. Offenbar vom neue Riemen auf der Hufschuh. Ich muss es ganz genau kontrollieren vor wir morgen los reiten.
Ich habe einen Notiz im Tagebuch, "www.heckengaeule.de" aber weiß nicht mehr wer mir es gesagt hat. Egal, die Webseite ist interessant und hat einige interessante Links.
Als wir später von Lisa abgeholt wurden und vor ihrem Haus aus dem Auto gestiegen sind, hielt eine Autofahrer an und machte sein Fenster auf und rief, "Was macht Ihr denn hier!" Es war Stephan Günther zum dritten Mal wieder. Er erzählte dass er in dieser Straße wohnt und Dirk kennt. So klein ist die Welt. Obwohl, ich glaube eigentlich nicht an Zufall.
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Tag 10 - Montag den 31. Mai 2010
Holzgerlingen – Nürtingen ca. 35 km
über Schönaich - Waldenbuch (Ritter Sport) - Neuenhaus - Aich - Grötzingen - Oberenzingen
Anfang 10:00 Uhr. Ende 17:00 Uhr
Gbs Druckstelle macht mir ein bisschen Sorge, aber ich kann es jetzt nicht ändern, sondern nur aufpassen dass es nicht schlimme wird. Manche der Renegade Riemen sind eindeutig zu lang und ich werde mit Anja Jäckel sprechen wenn wir wieder Zuhause sind. Sonnst ist alles in Ordnung was Pferde und Ausrüstung betrifft.
Die Pferde wissen genau dass es nach Hause geht und haben ein Zahn oder zwei zugelegt. Die Strecke heute hat eine Stunde weniger gebraucht als letzte Woche. Interessant auch wie GB und Nicco den Weg noch besser kennen als ich. Es fiel mir heute ein warum GB immer so viel 'herum glotzt' – er speichert ständig die Strecke und Umgebung das er irgendwann später weißt wo er ist und wie es nach Hause geht. Ich weiß auch dass er nie irgendwas vergisst. Ich werde im Zukunft ihm mehr Freiheit zum herumgucken geben.
Wir wollten in Nürtingen ein andere Übernachtungs Möglichkeit finden und haben einfach in Tiefenbach Tal angefangen die Pferdehöfe anzureiten und fragen. Beim zweiten Versuch, am Reitverein Nürtingen, haben wir Glück gehabt und schon wieder nette Leute gefunden die sich viel Mühe gegeben haben bis wir eine Paddock mit Kraftfutter Stroh und Heu bekommen haben. Eine Frau hat uns Stroh und Heu gebracht und vor wir, 'Danke,' sagen konnten, hat sie es auch gestreut. Eine hat uns sogar zum Hotel in der Stadt einige Kilometer entfernt gefahren. Aber – erst sind Alle raus gekommen, GB und Nicco zu besichtigen und die übliche siebenundzwanzig Fragen zu stellen. Einfach nett.
Das Hotel Vetter ist ein bisschen teuer aber vollkommen in Ordnung. Wir sind Abends in der Stadt gelaufen und die Nürtinger Keller gefunden, wo die Bedienung, Essen und Getränke ausgesprochen gut war. Der Keller ist auch urig und wirklich toll gemacht. Ich konnte es mir als riesigen Erfolg mitten in London vorstellen.
Heike und ich haben mit unsere neues Wanderkarten ein viel versprechendes Route ausgewählt für unser Etappe über der Schwäbische Alb morgen.
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Tag 11 - Dienstag den 1. Juni 2010
Nürtingen – Drachenstein ca. 25 km
über Owen (Auen) - Brucken - Spitzige Fells (780 m) - Schopflocher Moor (812 m) - Hasental - Nasenloch
Anfang 09:30 Uhr. Ende 19:30 Uhr
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Heute haben was neues gelernt. Man muss immer damit rechnen das auf eine längere Treck, irgendwas passieren könnte. Eigentlich habe ich erwartet dass wir gegen 16:00 Uhr ankommen werden aber der ist tatsächlich was dazwischen gekommen, worüber ich jetzt (eine Woche später) etwas philosophisch reden kann aber zur der Zeit als es passierte, hat mir sehr enttäuscht und wütend auf mich selbst gebracht. Aber erst die schöne Teil des Tages.
Die Wege die wir uns gestern raus gesucht haben waren in der Tat wunderschön mit sehr viel Bergen, Wald und Wiesen und sogar einigen Graswege. Es war teils sehr heiß teils kühl und wir haben heute zum ersten Mal ein halbe Stunde richtige Regen gehabt was sehr erfrischend war.
Wir wollten heute nach Drachenstein ganz in die Nähe von Hohenstadt, und dort bei Heinrich Schmitz auf sein Painthorse Ranch übernachten. Wir sind schließlich gegen 16:00 Uhr auf einen Fahrradweg gestolpert mit Schild 'Drachenstein 4 km'. Könnte nicht besser werden oder? Diese schmale Weg führte uns kurz danach zwischen zwei Wiesen mit niedrigen Elektrozäune. Kein Problem. Nur auf der rechten Wiese war ein Herd junger Bullen die uns für sehr interessant hielten. Die Bullen sind auf uns zu galoppiert was den Pferden, nicht genau betrachtet gepasst hat. Heike ist abgestiegen mit der Absicht Nicco an der Herde vorbei zu führen. Die Pferde sind in Panik geraten, schlimmer als bei der ICE Zug und Nicco ist weg gelaufen. Unterwegs hat er ein Zügel verloren, ein Hufschuh zerstört und eins verloren, und schließlich eine Packstück mit Pferdedecken verloren. GB hat eine Hufschuh den Gnadenschuss gegeben aber der war sowieso verschlissen.
Ich konnte ziemlich schnell GB wieder unter Kontrolle bringen und bin langsam zurück auf den Weg geritten, auf die Suche nach Nicco. GB hat ständig gerufen und Nicco hat ihm gehört und ist nach fünf Minuten zurück gekommen.
Wir wollten die Pferde in Ruhe an den Bullen vorbei bringen aber sofort festgestellt haben das dieser Vorfall die Pferde zu sehr geschockt hat (Heike auch) und dass wir die benötigte Ruhe und Geduld gar nicht mehr hatten. Wir haben einen Umweg nach Drackenstein genommen – Heike erst zur Fuß und nachher mit Führstrick als Zügel geritten.
Nicco kann nicht über Asphalt und Schotter laufen ohne seine Hufschuhe, GB schon aber nicht einhundert Kilometer. Noch zwei Tage auf Ersatz Hufschuhe zu warten konnten wir nicht mehr und wir sind zu den Entschluss gezwungen unseren Treck hier zu beenden.
Heinrich Schmitz und seine Frau haben uns sehr geholfen, waren sehr nett und außerordentlich hilfsbereit. Unsere Unterkunft war hervorragend, und trotz das es so spät war haben sie Essen und Getränke besorgt inklusiv eine Flasche Schnaps (nur zum medizinische Zweck natürlich). Am nächsten Tag hat Heinrich uns mit seinem Anhänger sogar nach Hause gefahren was überhaupt nicht selbstverständlich ist.
Wir sind ca. 295 Kilometer geritten und waren insgesamt (im Sattel oder zur Fuß) ca. 69 Stunden mit GB und Nicco unterwegs. Trotz der Enttäuschung em Ende war diese Wanderritt einen Erfolg in fast alle Hinsichten. Wir müssen jetzt nur daran arbeiten die Pferde wieder auf Kühe / Bullen zu gewöhnen und auch plötzliche Lärm, zum Beispiel von ICE Züge. Ersatz Hufschuhe und Decken und Zügel zu besorgen wird sicher leichter.
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last updated on 5 August 2010
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